Gewerbesteuer: Einnahmen höher als erwartet

Husumer Nachrichten 11.November 2006

Mildstedt / hem

Der Kämmerer kann sich freuen. In die Gemeindekasse von Mildstedt spülte die Gewerbesteuer gut 50 000 Euro mehr als prognostiziert worden war.

Lob und Anerkennung für Bürgermeister Klaus Hinrichs, SPD, dem die Freiherr-vom-Stein-Medaille verliehen wurde. Der stellvertretende Gemeindechef und CDU-Fraktionsvorsitzende Karsten Schlüter würdigte die Auszeichnung als „verdient“. Günter Jacobsen, FDP, betonte: „Das ist eine hohe Auszeichnung für eine 40-jährige politische Ehrenarbeit. Wir sind stolz auf Dich.“ Bürgermeister Hinrichs gab sich sehr bescheiden: „Ich danke euch allen Ich habe die Medaille hier doch eigentlich nur stellvertretend entgegengenommen.“

Dann starteten die Beratungen über den ersten Nachtragshaushalt der 3 800-Einwohner-Gemeinde. Finanzausschuss-Vorsitzender Karsten Schlüter brachte eine erfreuliche Mitteilung mit: „Wir können den Haushalt in diesem Jahr ausgleichen, weil unsere Amtsumlage geringer ausfiel und wir höhere Gewerbesteuereinnahmen zu verzeichnen haben.“ Amtskämmerer Udo Ketels bezifferte die Einsparungen durch die um 3,5 Prozent gesenkte Amtsumlage auf rund 70 000 Euro. Zusätzlich habe sich die Gewerbesteuereinnahme um 50 000 Euro erhöht. Ergebnis: Mit der 1. Nachtragshaushaltssatzung werden die Einnahmen im Verwaltungshaushalt um 149 300 und die Ausgaben um 22 000 Euro erhöht. Damit hat der Verwaltungshaushalt ein Volumen von 3,2 Millionen Euro - und kann im Gegensatz zum Ursprungshaushalt ausgeglichen werden. Im Vermögenshaushalt erhöhen sich Einnahmen und Ausgaben um 850 100 auf nunmehr 1,2 Millionen Euro. „Die Gemeinde Mildstedt ist eine reiche Gemeinde“, betonte der Gemeindeschef. „Wir haben für 4,5 Millionen Euro vermietbare Objekte und uns gehören Ländereien von 100 Hektar. Die rentierlichen Schulden liegen bei zwei Millionen Euro, die aber alle durch Mieteinnahmen gedeckt sind.“

Sozial- und Sportausschuss-Vorsitzender Horst Werner Kühl, SPD, empfahl dem Gemeinderat, die Kosten für die 1-Euro-Kraft im Jugendzentrum zu übernehmen. Für den Rest des Jahres wären das 420 Euro – der 1-Euro-Jobber bleibt damit weiter im Dienst. Zu Jahresbeginn richtet die AWO Mildstedt eine halbe Arbeitsstelle ein. Die Gemeinde müsste sich mit 7 000 Euro in 2007 beteiligen. „In Anbetracht dessen, dass die AWO im Jugendtreff eine ganze Menge geleistet hat und bereits Sofa, Sessel, Regale und viele andere Einrichtungsgegenstände besorgt hat, ist das immer noch eine sehr günstige Betreuung“, urteilte der Bürgermeister. „Und ich glaube, dass wir uns in diesem Kreis alle einig sind, dass wir die Jugendarbeit weiter unterstützen wollen.“ Nach kurzer Diskussion bewilligte der Gemeinderat die Gelder für die Sicherung der Jugendarbeit einstimmig.

Auf Vorschlag des Bürgermeisters überweist die Gemeindekasse der Kirche 500 Euro. Ebenfalls 500 Euro waren bereits der Kirchengemeinde überwiesen worden. Mit dem Geld soll die sehr aufwändige und kostspielige Restaurierung des Altars in der Mildstedter Kirche bezahlt werden.