HGV brachte 2006 Leben in die Gemeinde

Husumer Nachrichten 22. Januar 2007

Mildstedt / hem

- Lang war die Liste der Gäste. Mehr als 150 Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik, Kirche, Schule, Vereinen und Organisationen nahmen am dritten Neujahrstreffen des HGV teil - und fanden durchweg lobende Worte für diese Veranstaltung. HGV-Chefin Telse Jacobsen begrüßte die Besucher einzeln per Handschlag. Im Anschluss an Dank und Begrüßung stellten sich die Vorstandsmitglieder Wolfgang Diehl, Peter Koch, Frank Czernitzki, Andreas Emmel und Artur Willi Taube vor, auch um einmal deutlich zu machen, wer hinter den einzelnen HGV-Posten steht.

Telse Jacobsen erinnerte im Rückblick auf 2006 daran, „dass es auch da ein wesentliches Anliegen war, dass unser Wohnort für uns alle attraktiv bleibt.“ In diesem Sinn ist das Engagement zu verstehen, mit dem es dem HGV gelang, nach einem dreiviertel Jahr „Supermarkt-Leerstand“ mit Michael Otto wieder einen Kaufmann in die 3 800-Einwohner-Gemeinde zu holen.

Erfolgreich verlief auch die vom Verein ins Leben gerufene Weihnachtsstern-Aktion. Die in den Husumer Werkstätten von Behinderten gebastelten Sterne fanden zahlreiche Abnehmer. Dank ihrer ansprechenden Beleuchtung trugen sie in der Vorweihnachtszeit zur Verschönerung Mildstedts bei. Die Maßnahme ist aber noch nicht abgeschlossen; in der kommenden Weihnachtszeit soll die „Sternenstraße“ noch weitaus heller funkeln.

Ein voller Erfolg war der HGV-Weihnachtsmarkt, der von Gästen aus der gesamten Region besucht wurde. Das nächste Großereignis ist die „MAT“ (Messe im Amt Treene). Sie wirft bereits ihre Schatten voraus und wird am 21. und 22. April vermutlich wieder mehrere 1 000 Besucher in die Mehrzweckhalle und auf das Freigelände locken.

Wer Telse Jacobsen kennt, weiß auch um ihre kritischen und deutlichen Äußerungen. Im Zusammenhang mit der Verwaltungsstrukturreform sagte sie: „Die versprochene Prämie bei freiwilligen Zusammenschlüssen, übrigens sind es Steuergelder, ist einmalig. Die laufenden Kosten sind aber ständig vorhanden.“ Das neue „Großamt“ bezeichnete sie als „vernünftige Lösung“. In Richtung gesamtgesellschaftlicher Weiterentwicklung - und das auch in schwierigen Zeiten - betonte die HGV-Erste: „Es kommt immer auf die richtige Balance zwischen Wirtschaft und Sozialem an. Sozial ist nicht allein die Gewährung von Leistungen. Sozial ist vor allem, sich darum zu kümmern, dass es etwas zu verteilen gibt. Lasst uns alle so verhalten und handeln, dass unsere Heimat auch Heimat für viele künftige Generationen werden kann.“

Amtsvorsteher Jens Christian äußerte sich zum neuen Großamt mit 27 Gemeinden und 25 500 Einwohnern - und hoffte auch, „dass die Gemeinden durch mehr Finanzspielräume wieder mehr Aufträge an die Wirtschaft vergeben können“. Bürgermeister Klaus Hinrichs lobte Mildstedt in seiner Ansprache als „stabile und gute Gemeinde“ und dankte dem HGV für die prima Zusammenarbeit: „Ihr seid eine Bereicherung für Mildstedt!“ Vor dem gemeinsamen Essen gab es zudem Grußworte der Kirche sowie der Vorsitzenden der im Gemeinderat vertretenen Parteien.