Die Beteiligung hätte besser sein können

Husumer Nachrichten 17.Sept 2007

Mildstedt / hem

–Der Handels- und Gewerbeverein wollte den Schulabgängern unter die Arme greifen. Das Angebot wurde nicht wie erhofft angenommen. Der HGV bietet dennoch eine Folgeveranstaltung an.

Sie hatten sich viel Mühe gegeben – aber am Ende war auch ein wenig Enttäuschung dabei. Beraten wollten sie, Hinweise geben – und doch blieben zahlreiche Stühle leer. „Das können doch nicht alle Schüler gewesen sein, die Interesse an einem Ausbildungsplatz bei uns in der Region haben“, zweifelt einer der Firmeninhaber und schiebt gleich nach: „Und von den Lehrkräften habe ich vorhin auch lediglich den Schulleiter gesehen; aber der ist dann auch wieder gegangen. Andere Lehrkräfte sind hier nicht anwesend. Dabei wollten wir mit dieser HGV-Informationsveranstaltung neben den Schülern auch den interessierten Lehrern Einblick in die Anforderungen einer Bewerbung geben.

Michael Wolf führte als Koordinator und Moderator durch die mehrstündige Veranstaltung, bat im Zuge der Vorstellungen gleich zwölf Firmeninhaber hinters Rednerpult. Auf diese Weise kamen nicht nur „klare Vorstellungen im Hinblick auf die Anforderungen und die Bewerbung“ rüber, sondern betonten alle Firmenchefs auch unisono, dass vor der Bewerbung großer Wert auf ein Praktikum im Betrieb gelegt wird. Neben den HGV-Mitgliedern waren auch die Stadtwerke Husum präsent. Nicht nur der Mildstedter HGV, sondern auch der „HGV Rantrum-Oldersbek“ war vertreten. „Zum Einzugsbereich der Mildstedter Schule gehören auch die Gemeinden Rantrum und Oldersbek“, unterstrich die dortige Vorsitzende Karin Harmsen, „und wir möchten die Möglichkeiten aufzeigen, die die von uns vertretenen Unternehmen bieten.“

Dann ein Bonbon der Extraklasse, die bekannte Office-Management- und Unternehmensberaterin Christa Jannusch-Hegener, die bei namhaften Unternehmen das Bewerbermanagement und Bewerberauswahlverfahren anbietet und übernimmt, vermittelte hochkarätige Tipps und Informationen, überreichte den Teilnehmern eine eigens zusammengestellte Mappe mit wertvollen Hinweisen und detaillierten Abbildungen. Darin enthalten auch die so genannten „Don’ts“ bei den Bewerbungen – also jene Dinge, die niemals fehlen oder unterlaufen dürfen. Innerhalb ihres einstündigen und äußerst lebendig gestalteten Vortrages verschwieg die Managerin aber auch nicht: „In den ersten fünf bis acht Sekunden entscheidet der Personalmanager, ob er den Bewerber sympathisch oder unsympathisch findet.“

Koordinator Michael Wolf dankte der Husumerin, die zur eigener Firmengründung auf eine mehr als zehnjährige Berufserfahrung als Office-Managerin in einem international ausgerichteten Unternehmen zurückgreifen kann. Wolf betonte: „Unsere Mitglieder nehmen gerne Azubis aus der Region. Wir wissen auch, dass wir in den nächsten zehn Jahren erhebliche personelle Unterstützung brauchen.“ Abschließend versprach der Koordinator: „Bei Interesse würden wir eine ähnliche Veranstaltung sicherlich noch einmal durchführen.“