Weihnachtsmarkt war Ziel für Besucher aus der ganzen Region

Husumer Nachrichten 11.Dez 2007

Mildstedt / hem

Knecht Ruprecht kam auf einer Ponykutsche mit einem Berg voller Geschenke / HGV steckt den Erlös in die Mildstedter Weihnachtsbeleuchtung

 

 

–„So richtig was los“ war eigentlich den ganzen Sonntag über auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt des „HGV Mildstedt-Simonsberg-Südermarsch“. Kein Durchkommen mehr aber mit Einsetzen der Dunkelheit: Unter kräftigen Rufen näherte sich ein guter alter Bekannter. Schnell bildete sich eine Gasse, trabte Pony „Bandy“ samt Kutscher Otto Matz und dem Weihnachtsmann „im Gepäck“ auf den Platz in der Ortsmitte. Die Kleinen staunten nicht schlecht, denn der Bärtige“ hatte in diesem Jahr doch glatt die doppelte Menge an vollgepackten Geschenketüten auf der Rückbank der Kutsche gelagert. Rasch ergriff er das ihm von der HGV-Vorsitzenden Telse Jacobsen gereichte Mikrofon und bat um ein paar Gedichte. Einmal aber erklang neben den Weihnachtsgedichten eine ganz tapfer hervorgebrachte Aussage: „Weihnachtsmann, mein Bruder traut sich nicht.“ Neben spontanem Beifall und großer Heiterkeit unter den vielen Zuschauern zeigte sich auch der Weihnachtsmann selbst derart gerührt, dass er ohne zu zögern gleich zwei Tüten rausrückte: Eine für den tapferen Lütten und eine weitere für den Bruder, der sich nicht traute. Auf großen Zuspruch stieß dieser sechste HGV-Weihnachtsmarkt nicht nur bei der Einwohnerschaft, sondern auch bei Besuchern aus der gesamten Region: Mit roten Zipfelmützen ausgestattet, betätigten sich HGV-Mitglieder „an führender Stelle“ – brachten sämtliche vorhandenen Tombola-Lose noch vor der Ziehung der Gewinne unters Volk, bedienten am Tresen oder sägten Tannenbäume auf die richtige Länge zurecht. Die Jugendfeuerwehr, die unter Leitung ihres Jugendwartes Holger Graunke am Tag zuvor das große Festzelt aufgebaut hatte, erhielt vom HGV einen Pokal gestiftet. Der Feuerwehrmusikzug Simonsberg-Mildstedt trat auf, die Jagdhornbläser um Günther Dienelt bliesen kräftig ins Horn, das „String Trio SH“ brillierte mit Darbietungen, der Posaunenchor Mildstedt erfreute Jung und Alt. Neben Futjes, Kuchen, Waffeln, Glühwein, Kakao und anderen begehrten „Heißgetränken“ stand natürlich auch die Gulaschkanone bereit.

Zur Ziehung der von HGV-Mitgliedern gesponserten Gewinne wurde Janine aus Rantrum als Glücksfee verpflichtet. Der HGV wird seinen Erlös für die Weihnachtsbeleuchtung und die AWO-Jugendfreizeitbetreuung einsetzen. Die „Inner wheel“-Damen verkauften Körner- und Nadelkissen zu Gunsten der Multiple Sklerose Gesellschaft Husum und selbst gefertigte Nikolausstiefel zu Gunsten des Hospizdienstes. Selbst gebackene Kekse und Selbstgebasteltes boten Schüler der Grund- und Hauptschule Mildstedt zu Gunsten des Projektes „Gewaltpräventation“ an.