|
HGV-Azubi-Börse in Mildstedt ein voller Erfolg
Husumer Nachrichten 25.April 2008
Mildstedt / hem
Eine Unternehmensberaterin gab den Jugendlichen auf der Mildstedter HGV-Azubi-Börse Tipps für die Bewerbung. Unternehmen, Schüler, Eltern und Lehrer waren von dem Vortrag begeistert.
– Wenn ein „Event“ als Erlebnis-Veranstaltung zu definieren ist, dann war die Azubi-Börse eines. Zum zweiten Mal gestartet – und von allen Seiten mit sehr viel Lob bedacht. „Da hat sich die lange Vorarbeit ja gelohnt“, freute sich Mildstedts HGV-Vorsitzende Telse Jacobsen mitten im Geschehen. Sie war es auch, die die Begrüßungsansprache hielt und auf das Anliegen hinwies, Schüler und Unternehmen aus der Region zusammen zu bringen.
Dann trat eine Spitzenfrau vor Schüler, Eltern und Lehrer: Christa Jannusch-Hegener ist Office-Management- und Organisationsberaterin, Dozentin sowie Teamtrainerin. In großen Firmen sichtet sie die Bewerbungen und nimmt die Einstellungsgespräche vor. „Aus unserem Budget wäre sie nicht zu bezahlen“, gab Michael Wolf zu, „und umso dankbarer sind wir, dass sie auch bei dieser zweiten Azubi-Börse wieder viele Tricks und Tipps für eine Bewerbung verrät.“ Der Mann muss es wissen: Er ist stellvertretender Vorsitzender des HGV Rantrum-Oldersbek – und der eigentliche Urheber der Börse. Andererseits stand Michael Wolf auch als Geschäftsführer der Schleswiger Versicherungen in der Reihe jener Firmen, die sich vorstellten.
„Der erste Eindruck ist der Entscheidende“, gab die Referentin ihre Erfahrung weiter – und beendete ihren 40-minütigen Vortrag mit einer Punktlandung. Die Zuhörer hatte sie zuvor kräftig gefordert und „voll mit einbezogen“. Leinwandunterstützt verriet sie den Aufbau von Einstellungsgesprächen und ermunterte ihre jungen Zuhörer mit der Aufforderung: „Zurufe bitte.“ Das begann erst zögerlich und setzte sich dann in einem Bombardement von Wortbeiträgen fort. „Ihr müsst für euch werben – schriftlich, persönlich und mündlich“, forderte sie. Schnell kam allein durch die Zurufe ein spannendes Gespräch in Gang, das zahlreichen Eltern eine Zustimmung abrang: „So macht Information Spaß, so werden Hinweise auch angenommen.“ „Absolut Spitze“, urteilte anerkennend einer der anwesenden Lehrer – und ein Schüler ließ sich hörbar zu den Bemerkung hinreißen: „Sie sollte hier öfters unterrichten.“
An den aufgebauten Ständen gab es beileibe nicht nur Informationsbroschüren und viele mündliche Auskünfte: „Richtig gut“ tischte der Inhaber des Restaurants „Roter Haubarg“, Jürgen Reck, auf: Mit den Worten „Möchtest Du ein Stück Kuchen?“ nahm er schnell jede Schwellenangst. Und nicht nur Kuchen, sondern auch eine Torte und diverse Rohkostangebote hatte der Chef mitgebracht. Und natürlich Verstärkung – in Form von Küchenchef Oliver Kilbert und der leitenden Servicekraft Wioletta Gattorf. Weiterhin präsentierten sich Gunnar Möllgaard Friedrichsen mit seinem „Kirchspielskrug“, die Mildstedter Apotheke, die Dachdeckerfirma Otto Sievert & Sohn, der Hauspflegedienst Nissen, Emmel Gebäudetechnik, die Schleswiger Versicherung, Markttreff-Inhaber Maik Schultze aus Witzwort und die Osterhusumer Meierei aus Witzwort.
Bürgermeister Klaus Hinrichs lobte „das Fundament, dass die Schule gelegt hat“ und legte den Schülern ans Herz: „Den Überbau einer Brücke müsst ihr euch durch Fleiß, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit selbst erarbeiten.“ Am Ende schaute niemand auf die Uhr, die Gespräche überdauerten den vorgeplanten Zwei-Stunden-Rahmen locker.
|