Mehr Mitgieder im Gewerbeverein
Zum Jahresempfang kam auch der neue Mildstedter Gemeindepastor

Husumer Nachrichten 21.Jan 2009 Mildstedt / hem


– Stil, Niveau und rund 200 geladene Gäste aus Gesellschaft, Wirtschaft, Vereinen und Politik: Wenn der Handels- und Gewerbeverein zum Neujahrsempfang lädt, dann bleibt kein Platz frei. Vier Köche und zuvorkommendes Servicepersonal ließen bei den Gästen keinerlei Wünsche offen. Die Band „Westwindmusik“ begeisterte.

„Ich freue mich, dass Sie unsere Einladung so zahlreich angenommen haben“, unterstrich HGV-Vorsitzende Betina Smetsers zum Auftakt und ließ eine erfreuliche Bilanz folgen: „Für unseren HGV Mildstedt-Simonsberg-Südermarsch kann ich sagen, dass auch 2008 einen Mitgliederzuwachs gebracht hat. In den Prognosen für 2009 haben wir gehört, dass es ein Krisenjahr werden soll. Aber mit jeder Krise besteht auch die große Chance, etwas zu verändern. Und aus diesem Blickwinkel heraus schauen wir auf ein chancenreiches Jahr – und das lässt uns handlungsfähig bleiben.“

Zwischendurch ein ansehnlicher Blumenstrauß für den neuen Pastor Peer Munske und dessen Ehefrau Marion – dann die Ansprache von Bürgermeister Klaus Hinrichs. Er wies auf ein reges Vereinsleben in der 3 828-Einwohner-Gemeinde hin. „Wir haben immerhin mehr als 30 Vereine in Mildstedt.“ Er versicherte dann: „Für die Gemeinde war 2008 ein gutes Jahr. Wir haben Maßnahmen für gut 1,4 Millionen Euro beschließen können – und darauf sind wir stolz.“ In Sachen Sendeturm im Ort habe er gerade einen Brief vom Ministerpräsidenten bekommen. Er habe ihm versichert, dass die Gemeinde auch hierbei alles richtig gemacht habe.

Pastor Peer Munske gab seine Eindrücke aus ersten Arbeitstagen wieder: „Hier haben die Menschen viel Rückhalt in den Vereinen – ich habe das bei so manchem Trauerfall erleben dürfen.“ Der 54-jährige Pastor wünschte sich an der Kirche ein Schild mit der Aufschrift „Tritt ein, die Kirche ist offen.“ Damit habe er in seiner bisherigen Gemeinde Lunden in Dithmarschen gute Erfahrungen gemacht.

Nicht nur die Regionalschule ist neu, auch Schulleiter Stefan Knoll. „Lange war die Bildungspolitik eine der tragenden Säulen dieses Landes“, erinnerte er. „Und es gab Zeiten, da kamen andere zu uns, um zu lernen. Heute gehen wir in die Welt, um zu lernen.“ Der Schulleiter zollte der Gemeinde und allen beteiligten Institutionen großes Lob: „Wir haben bisher alle konstruktiv zusammengearbeitet – mit dem festen Willen, den Schulstandort Mildstedt zu etablieren.“

In den Stunden bis Mitternacht ergaben sich für die durchweg gutgelaunten Gäste abseits der offiziellen Politik zwanglos und auf menschlicher Ebene viele Gespräche.